Palmanova – geschaffen für Touristen

Mallorca, das ist für die meisten Deutschen die Hauptstadt Palma de Mallorca oder eben das berühmt-berüchtigte El Arenal mit seinem Balneario 6, dem Ballermann. Dort findet man sich als Deutscher schnell und einfach zurecht, denn überall werden Filterkaffee, deutsche Zeitungen und Bratwürste angeboten und man spricht deutsch. In Palmanova sieht die Lage nicht viel anders aus, nur, dass diese Ferienregion im Südwesten der Insel nicht hauptsächlich von Touristen aus Kontinentaleuropa besucht wird, sondern vor allem auf die Ansprüche der Gäste aus Großbritannien ausgerichtet ist sowie auf Holländer und Skandinavier. So finden sich hier statt deutscher Kneipen und gutbürgerlicher Küche eher Pubs mit Snooker-Tischen oder der Möglichkeit, Dart zu spielen. Zu essen und trinken gibt es Fish’n'Chips, Ale und das berühmte englische Breakfast in den Hotels. Palmanova wurde als erste Ferienanlage auf Mallorca speziell für die Anforderungen der Touristen konzipiert und gebaut und bedient hier immer noch sehr erfolgreich das Segment der günstigen Pauschalreisen. Das zeigt sich beispielsweise daran, dass der gesamte Sandstrand bebaut ist mit Hotelanlagen, wenngleich diese nicht solche Ausmaße annehmen wie im nahe gelegenen Magaluf, mit dem Palmanova durch die Landzunge Torrenova verbunden ist. Und auch das lautstarke Abendprogramm zeigt deutlich, dass hier eher junge, feierwütige Touristen angezogen werden sollen.

Doch auch tagsüber bietet Palmanova den Besuchern einiges, auch wenn leider eine der Hauptattraktionen, das stillgelegte U-Boot Nemo, seit 2007 nicht mehr seinen Dienst verrichtet. Dennoch bieten diverse Wasserparks, der schöne Sandstrand mit seiner vom Tourismusministerium ausgezeichneten Wasserqualität ausreichend Gelegenheit, am und im Wasser Erholung zu finden. Zudem findet sich in der Nähe von Palmanova das einzige Casino der Insel. Wer also sein Urlaubsgeld spielerisch vergrößern will, kann hier sein Glück und Fortuna zu bezwingen versuchen. Sein ganzes Urlaubsgeld sollte man dabei aber nicht einsetzen.